Freude beim Anpacken für die Natur
Der NABU-Kreisverband Wesel beschäftigt seit Jahr und Tag junge Menschen, die beim Verband, meist für ein Jahr, ihren Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) leisten.
Dieses Jahr hatte Freya Holsteg durch einen überzeugenden Eindruck bei ihrer persönlichen Vorstellung das Rennen gemacht. Seit Januar ist sie dabei. Und bleibt nur noch bis Ende August. Leider, sagen viele, die mit ihr in der Geschäftsstelle oder draußen im Kreisgebiet bei der praktischen Naturschutzarbeit des NABU zu tun hatten oder haben.
Bei der 20jährigen ist nichts aufgesetzt; sie kommt sehr authentisch rüber. Seit ihrer jüngsten Kindheit hat sie ein Faible für die Natur. Geprägt durch das Elternhaus in Hamminkeln.
„Mein Papa hat meine beiden Schwestern und mich schon früh überall mit hin in die Natur genommen“, so Freya.
Kein Wunder, dass sie so engagiert bei der Naturschutzarbeit ist. Ob bei der Kopfbaumpflege in Alpen, Moers oder in der Dingdener Heide, beim Aufbau und der Reparatur von Krötenzäunen, Freya packt immer richtig mit an. Bei Wind und Wetter. Egal wie anstrengend der Einsatz auch ist, die junge Frau behält dabei immer ihre gute Laune.
Auch das filigrane Feilen an winzigen Bohrungen von Insekten-Niströhren gehört zu Freyas Einsatz-Portfolio. Foto: Peter Malzbender
Ebenfalls arbeitet sie regelmäßig bei der Bautruppe in der NABU-Greifvogelstation mit. Auch der eher wortkarge NABU-Bauleiter Günter Michalowitzsch ist von ihr angetan: „Freya sieht, wo eine helfende Hand gebraucht wird, ihr ist nichts zu viel“.
Selbst beim Schippen von Faulschlamm aus einem verlandeten Teich bleibt Freya Holsteg gut gelaunt. Foto: Peter Malzbender
Ebenso in der NABU-Naturarena in Bislich ist sie regelmäßig mit Theo Bongers, Franz-Wilhelm Ingenhorst sowie mit Ehrenamtlichen um Gregor Alms aktiv im Einsatz. Mal schichtet Freya die Benjeshecke mit auf oder entfernt mühsam Ölrettich, der sich auf der riesigen Blühwiese breitgemacht hat. Und auch dem überschüssigen Ampfer in der Naturarena ist sie schon mit Kraft und Ausdauer zu Leibe gerückt.
Einen besonderen Einsatz gab es in Dinslaken-Oberlohberg. Hier mussten zur Biotoppflege eines Schilfgebietes Bäume und Brombeeren im Schilfareal entfernt werden. Egal wie matschig und dreckig es wird, Freya ist da total uneitel, wenn es um die Vielfalt und den Schutz der Natur geht.
Ihr Wunsch in der Zukunft ist es Tiermedizin oder Forstwirtschaft zu studieren.
Peter Malzbender
