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Verwoben - Spinnennetze in der Kunst

Gemeinsame Ausstellung des Künstlers Jean-Luc Bruniaux und des NABU-NRW

Rund 100 Besucher zählte am 4. Mai 2003 die Eröffnung einer ungewöhnlichen NABU-Ausstellung zum Thema Spinnen in Wesel. Dort stellte der französische Künstler Jean-Luc Bruniaux die Spinne und ihre Baukunst einmal ganz anders vor, nämlich durch seine einzigartigen zwei- und dreidimensionalen Kunstwerke rund um das Spinnennetz.

Spinnen gelten allgemein als Ekeltiere. Während sie in der Natur häufig noch toleriert werden, droht ihnen beim Aufenthalt in den „vier Wänden“ meist das baldige Ende durch Zeitung, Pantoffel oder Staubsauger. Schon beim bloßen Gedanken an eine Spinne läuft vielen Menschen eine Gänsehaut den Rücken hinunter. Über die Sprache der Kunst möchte der Künstler Jean-Luc Bruniaux einen völlig neuen und gelassenen Blick auf die Spinnen und ihre faszinierenden Spinntätigkeit ermöglichen. Gemeinsam mit dem NABU NRW und fünf nordrhein-westfälischen Kunstmuseen wurde eine Ausstellung konzipiert, die ab Januar 2003 nacheinander in den Städten Düsseldorf, Wesel, Düren, Hamm und Geilenkirchen zu bestaunen war.

Seine künstlerische Arbeit mit dem Seil führte Jean-Luc Bruniaux 1998 dazu, sich mit den Netzen der Spinnen zu beschäftigen. Er bedient sich dabei der Gewebe unterschiedlicher Spinnen, verfremdet sie teilweise mit Hilfe von Farbe und erschafft daraus zwei- und dreidimensionale Kunstwerke. Den Künstler begeistert zum einen die Textur der Gespinste. Vor allem aber, fasziniert ihn die Fülle der denkbaren Gegensätzlichkeiten, die das Spinnennetz birgt. So wird das abstoßende, mit Phobien assoziierte Spinnengewebe durch die künstlerische Arbeit umgeformt in einen bezaubernden Gegenstand der reizvollen Verführung. „Ich war schon immer fasziniert von diesen feinen, durchsichtigen Geweben. Während meines Kunststudiums in Lille habe ich mehrere Jahre mit Begeisterung zahlreiche Skulpturen aus Ton, Zement, Holz und anderen Materialien hergestellt, aber die waren niemals so kunstvoll wie die der Spinnen“ äußerte sich Herr Bruniaux kurz vor der Ausstellung in Wesel.

Anlass für seine Spinnenkunstwerke war ein riesiges, unberührtes und mindestens zehn Jahre altes Spinnennetz im Keller eines Freundes. Er beschloss sofort, mit dem Können des kleinen Tieres und seiner eigenen künstlerischen Begabung eine kreative Brücke zwischen Sinnen und Menschen zu schaffen.

Herr Bruniaux hat seit seinem ersten Fund unzählige Spinnennetze gesucht und gefunden, sie behutsam transportiert, konserviert und teilweise mit einer speziellen Farbsprühtechnik für das menschliche Auge zu einem echten Erlebnis werden lassen.

Die Intention des NABU NRW ist es, mit Hilfe der Ästhetik dieser Exponate, den Spinnen zu der ihnen gebührenden Bewunderung zu verhelfen - zumindest aber zu mehr Interesse und Toleranz.

Im Rahmen der Spinnenausstellung „Verwoben“ im Preussen Museum bot die NABU-Kreisgruppe Wesel ein ansprechendes naturkundliches Begleitprogramm rund um Spinnen an. Besonders bei den Kindern wurde das Thema mit Begeisterung angenommen und die angebotenen Spinnenexkursionen waren restlos ausgebucht. Viel Wissenswertes erfuhren die jungen Forscher unter fachkundlicher Anleitung des Spinnenexperten (Arachnologen) Herrn Dr. Martin Kreuels sowohl bei der aktiven Suche als auch bei der Betrachtung unter dem Mikroskop.

Möchten auch Sie mehr über Spinnen erfahren, dann klicken Sie bitte hier oder informieren Sie sich durch den nachstehenden Buchtipp.

Die rote Sanduhr“, ein spannendes Lese-Erlebnis für alle, die Spinnen schon immer einmal ganz anders kennenlernen wollten.

Ein Buch über Spinnen? Das kann entweder nur wissenschaftlich oder horrorartig sein! Stimmt nicht. Jetzt gibt es nämlich ein Buch, das weder das eine noch das andere ist, gleichzeitig aber auch eine Mischung aus beidem. Es stammt nämlich nicht aus der Feder eines Biologen, sondern aus der eines wissensdurstigen Lehrers für Altphilologie und Englisch am Seward Country Community College in Liberal, Kansas. Für Gordon Grice ist alles, was da kreucht und fleucht eine immerwährende Quelle der Neugierde, doch seine besondere Aufmerksamkeit galt schon von Kindesbeinen an den verschiedenen Arten von Spinnen in seiner Heimat. In all seiner Begeisterung zum Beispiel für die lackschwarze Witwe mit ihrer leuchtend roten, sanduhrförmigen Markierung verliert er jedoch an keiner Stelle den Faden zur Wirklichkeit. Für ihn sind die achtbeinigen Schönheiten faszinierende Beobachtungsobjekte und auch ein besonderes Wunder der Natur, aber Kuscheltiere macht er aus ihnen nie. Seine Spinnen bleiben über sämtliche Buchseiten hinweg das, was sie schon immer waren, nämlich kleine, mitunter äußerst giftige Geschöpfe.

Die gleichzeitig witzigen und dennoch respektvollen Spinnen-Schilderungen des amerkanischen Englisch-Lehrers Gordon Grice heißen „Die rote Sanduhr“ und befinden sich in einem dtv-Taschenbuch mit der ISBN-Nummer 3-423-20547-4. Der Preis für dieses köstliche und gleichzeitig äußerst spannende Lese-Erlebnis beträgt 9 Euro.

Dieser Beitrag basiert auf einem Bericht von Frau Langhoff im Naturspiegel, Heft 51

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