NABU Kreisgruppe Wesel
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40 Jahre Kreisgruppe Wesel

1977 wurde in einem Keller in Moers die Kreisgruppe Wesel im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV) von sieben Naturfreunden gegründet. Daraus wurde vor Jahrzehnten bereits die Kreisgruppe Wesel im Naturschutzbund Deutschland  (NABU).

 

Einer der Gründungsmitglieder ist der heute 91jährige Erich Staudt aus Moers; mittlerweile Ehrenmitglied des Kreisverbandes. Staudt wird „Kopfweidenpapst“ genannt. Sein unermüdlicher Einsatz für die Kopfbäume stellte diese prägenden Naturelemente des Niederrheins in den Fokus: als wertvolle, artenreiche Lebensraumnischen und als erhaltenswertes Kulturgut. Über 20 000 alte Kopfbäume wurden im Kreis Wesel seitdem von NABU-Aktiven fachmännisch geschneitelt. Und Tausende neue Stecklinge wieder angepflanzt. In der Schneidesaison quälen sich bis zu 200 Aktive im gesamten Kreisgebiet, meist samstags, mit den Pflegearbeiten.
 

 

 Kopfweiden-Pflegearbeiten am Lippealtarm Wesel-Obrighoven.

 Foto: Peter Malzbender

 
11 aktive NABU-Gruppen in den Kreis-Kommunen vor Ort beackern vielfältige Aufgaben im Naturschutz. Die Naturschutzjugend und NABU-Kindergruppen sind ebenfalls in einigen Ortschaften stark vertreten.
 
Seit 40 Jahren betreut Karl-Heinz Hartmann mit seiner Truppe das Schwafheimer Meer in Moers. Vor allem die Umsetzung der Biotopmanagement-Maßnahmen ist sehr zeitintensiv. Mehrmals wöchentlich steht außerhalb der Brutzeit oftmals schweißtreibende Knochenarbeit auf dem Programm. Zusammen mit dem Eigentümer LINEG hat der NABU das bedeutendste Naturschutzgebiet in Moers entwickelt.
 
Bruder Tim Hartmann aus Neukirchen-Vluyn ist Amphibienexperte aus der allerersten Stunde der NABU-Kreisgruppe Wesel. Er ist der maßgebliche Initiator, dass im Kreis Wesel bis heute noch Amphibienschutzzäune aufgebaut werden, die von vielen ehrenamtlichen NABU-Aktiven betreut werden. Ohne diesen zeitaufwendigen Einsatz, an dem sich auch die Naturschutzjugend beispielhaft beteiligt, wären einige Amphibienpopulationen im Kreis Wesel bereits erloschen.
 

 

 Biologin Petra Sperlbaum beim Keschern im Rotbach bei Voerde.

 Foto: Peter Malzbender
 

Die NABU-Streuobstwiese in Rheinberg-Orsoy, das NABU-Naturschutzzentrum in Neukirchen-Vluyn und die NABU-Naturarena in Wesel-Bislich sind hervorragende Gebiete, um beispielhaft Natureindrücke sammeln zu können. Auf den Arealen sind vielfältige Lebensraumnischen, die das Beobachten vieler Tier- und Pflanzenarten ermöglicht. Der NABU konnte schon viele Bürger bei Führungen dort davon begeistern.
 
Seit 1984 betreibt der NABU die Auffangstation für verletzte Greifvögel und Eulen in Wesel- Blumenkamp. Projektleiter Karl-Heinz Peschen hat mit seinen Helfern in dem Zeitraum über 8000 Vögel dort aufgenommen und gepflegt. Knapp 80 Prozent der Patienten konnten wiedergenesen in die Freiheit entlassen werden.
 

 

 Projektleiter Karl-Heinz Peschen bei einer Führung durch die NABU-Greifvogelstation in Blumenkamp.

 Foto: Peter Malzbender
 

Über 30 Mitglieder kümmern sich im gesamten Kreisgebiet um den Eulenschutz. In Abstimmung mit Landwirten werden für Schleiereulen hoch oben in geeigneten Scheunen Spezialnistkästen installiert; für den kleinen Steinkauz auf alten Hochstamm-Obstbaumwiesen lange Niströhren auf waagerechten Ästen befestigt. Jährlich wird der Bestand erfasst und mit den Ergebnissen der Vorjahre verglichen. Optimierungsmaßnahmen, wie Beweidung oder Mahd, werden gefördert, damit der Steinkauz erfolgreich auf Mäusejagd gehen kann.
 

 

 Nistkästen bauen mit Kindern in Xanten.

 Foto: Peter Malzbender
 

Der Erhalt und die Wiederbegründung von ökologisch-wertvollen Obstwiesen mit alten Hochstamm- Obstsorten werden ebenfalls kreisweit vom NABU betrieben. Obstbaumexperte Franz-Wilhelm Ingenhorst aus Bislich ist weit über die Grenzen hinaus ein gefragter Fachmann. Der Dipl. Agrar-Ing. ist bei der NABU-Kreisgruppe Wesel hauptamtlich beschäftigt.
 
Zudem sind in den eigenen Reihen Experten für alles was kreucht und fleucht.
 
Der NABU pflegt ein gutes Verhältnis zur Biostation, zur Unteren Landschaftsbehörde und zu einigen Hegeringen im Kreis Wesel.
 
Was hat der NABU erreicht?
 
In den 80er Jahren zusammen mit dem damaligen SPD-Landwirtschaftsminister Klaus Matthiesen die Ansiedlung der VEBA im Orsoyer Rheinbogen verhindert. Dieses große Gebiet ist mittlerweile als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen und  von ganz besonderer Bedeutung.
 
Das sagt der NABU-Kreisvorsitzende Peter Malzbender:
 
„Leider haben wir es nicht geschafft, den Artenschwund in den letzten 40 Jahren in unserer Region zu stoppen. Selbst nicht in unseren Schutzgebieten. Es werden zu viele Ausnahmeregelungen zugelassen. Auf landwirtschaftlichen Flächen ist der gravierendste Rückgang zu beklagen. Der übermäßige Einsatz von Gülle und Pestiziden sind die Hauptursachen. Zudem bekommen die zuständigen Fachbehörden auch während der Brutzeit zügellose Freizeitaktivitäten selbst in Naturschutzgebieten nicht in den Griff. Der NABU wird weiter massiv seine Stimme für die Artenvielfalt erheben; nicht zuletzt zum Wohle für uns Menschen.“
 

Die NABU-Kreisgruppe Wesel veranstaltet am Sonntag, 2. Juli 2017, ihr 40-jähriges

Jubiläumsfest. Veranstaltungsort ist die NABU-Naturarena in Wesel-Bislich, an der Straße

„Auf dem Mars“, unmittelbar am  Deich (Ecke Bislicher Straße).
Alle Bürger sind herzlich zwischen 11 und 17 Uhr willkommen.

  

Artikel von Marie Tscherner, Juni 2017

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