NABU Kreisgruppe Wesel
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Bundesweite Vogelzählung

Große Mitmachaktion im Januar auch im Kreis Wesel

Amsel am Futterplatz - Frank DererVom 3. bis 5. Januar 2014 findet zum vierten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt. Der NABU ruft Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Gezählt werden soll ausschließlich im Siedlungsbereich, also nicht im Wald oder im freien Feld. Bereits bei der ersten Auflage beteiligten sich bundesweit mehr als 85.000 Naturfreunde an der „Stunde der Wintervögel“. Seitdem haben die Teilnehmerzahlen stetig zugenommen.

 

Eine besondere Qualifikation außer Freude und Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig. Unter den Teilnehmern werden eine naturkundliche Reise, zahlreiche Bücher, Futtersäulen und andere Sachpreise verlost. Die Auswertung der Meldungen wird im Internet live zu verfolgen sein.

 

Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Aber wo genau kommen sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus?


Besonderes Augenmerk gilt der Amsel

Geht es bei der Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ im Mai um die in Deutschland brütenden Arten, stehen im Januar jene Piepmätze im Blickpunkt, die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren. Neben den sogenannten Standvögeln, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich zusätzlich Gastvögel beobachten, die im Winter aus noch kälteren Regionen im Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Bei Nahrungsengpässen tauchen in manchen Wintern in riesiger Zahl auch Invasionsvögel wie Seidenschwanz, Erlenzeisig oder Bergfink auf.

Besondere Aufmerksamkeit verdient dieses Mal die Amsel. Wird sie ihren bundesweiten dritten Platz in der Häufigkeit hinter Kohlmeise und Haussperling halten können? Schon das trockene, regenwurmarme Frühjahr hatte zu Rückgängen geführt. Zusätzlich kam es im Spätsommer in einigen Bundesländern zu einem Amselsterben durch das tropische Usutu-Virus. Wie sehr sich dies auf die Bestände auswirkte, wird die „Stunde der Wintervögel“ nun möglicherweise zeigen.


So funktioniert die Teilnahme

Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann.

Die Beobachtungen können telefonisch – kostenlose Rufnummer am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115 gemeldet werden.

Ebenso besteht die Möglichkeit, im Internet Beobachtungen zu melden. Zur Unterstützung stehen online eine Zählhilfe, Porträts der häufigsten Arten sowie Tipps zur Winterfütterung und zum vogelfreundlichen Garten zur Verfügung.

 

Teilnahmeschluss ist der 14. Januar.

Besondere Aktionen für Kinder gibt es hier.

 

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