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Kreisweite "Volkszählung" beim Steinkauz

Erstes kreisweites Steinkauzschutz-Treffen im Kreis war erfolgreich

 

Teilnehmer des Steinkauzschutztreffens - Peter Malzbender
Vordere Reihe, vierte Dame v. l.: Steinkauz-Koordinatoriin Stephanie Krüßmann - Foto: Peter Malzbender


Rund 70 Naturfreunde trafen sich am 30. November 2011 zum Steinkauzschutz-Treffen im Naturforum auf der Bislicher Insel bei Xanten. Die erste kreisweite Versammlung sollte vorrangig einen Erfahrungsaustausch unter den bereits erfolgreich arbeitenden NABU-Steinkauzschutz-Ortsgruppen anregen und gleichzeitig eine wirksam vernetzende Zusammenarbeit in Aussicht stellen. Grund: NABU-Ornithologen befürchten, dass auch der kleine Kauz insbesondere durch den neuerdings massiven Biomassenenergie-Anbau in seinem Bestand gewaltig Federn lassen muss. Landesweit soll die Population bereits um 20 Prozent zurückgegangen sein. Dies allerdings wollen die Naturschützer nicht tatenlos akzeptieren. Bei der letzten Erfassung 2004 wurden noch 700 Brutpaare im Kreis Wesel kartiert.

„70 Prozent des bundesdeutschen Steinkauzbestandes ist in Nordrhein-Westfalen beheimatet. Zudem haben wir hier am Niederrhein ein mitteleuropäisches Dichtezentrum. Für diese Art stehen wir sozusagen in nationaler Verantwortung“, meint Landschaftsökologin Stephanie Krüßmann. Die 29jährige wurde auf der Versammlung als Kreiskoordinatorin für den Steinkauzschutz gewählt.

 

Beispielhafte Arbeit in Xanten

Angeregte Fachgespräche in der Pause - Peter MalzbenderGerd Boellerschen, Leiter der NABU-Ortsgruppe Xanten, verdeutlichte anhand einer übersichtlichen Power-Point-Präsentation wie professionell dort bereits seit 2001 auf dem riesigen Stadtgebiet von 72 qkm Steinkauzschutz betrieben wird. Dazu gehört u. a. im späten Winter das abendliche Verhören der Balzrufe an 200 verschiedenen Stellen auf dem gesamten Xantener Areal, das jährliche Erfassen der tatsächlichen Bruten in natürlichen Bruthöhlen und künstlichen Nisthilfen, Reparaturarbeiten und nicht zuletzt den Kontakt mit den Grundstückseigentümern zu pflegen. „Jedoch ohne Beweidung ist alles für die Katz, weil der Steinkauz dann nicht mehr an ausreichend Futter kommt“, so Gerd Boellerschen. Diese Erfahrung wurde auch von den Steinkauzschützern der anderen Ortsgruppen unisono bestätigt. Stephanie Krüßmann formulierte als wesentliche Ziele den Erhalt und die Optimierung durch dauerhafte Pflege der Steinkauz-Lebensräume, das Erfassen des kreisweiten Steinkauzbestandes und auch verstärkt das Augenmerk auf potentiell geeignete Flächen zu richten sowie auch die Neuschaffung von Lebensräumen durchaus in Betracht zu ziehen. Freudig überrascht nahmen die Naturschützer das Angebot des Tages von Hans Holtkamp, Kreisvorstand des Schafzuchtverbandes, zur Kenntnis: “Wir haben 500 Schafzüchter im Kreis Wesel. Ich mache mich stark für Unterstützung auch auf Flächen, auf denen nur wenige Tiere weiden können. Naturnahe Beweidung kann man am besten sowieso nur mit Schafen erreichen“! Der NABU-Kreisvorstand und Stephanie Krüßmann wollen sich umgehend mit den Schäfern zusammensetzen, um schnellst möglich ein gemeinsames, praxisnahes Beweidungskonzept zu diskutieren.

Ende Januar soll die „Volkszählung“ bei den Steinkäuzen starten. Dazu sucht der NABU noch viele Helfer, die abends ins Gelände ziehen, um die Balzrufe des kleinen Kobolds genau zu kartieren. Alle Teilnehmer sollen natürlich angeleitet werden. Außerdem ist u. a. eine Luftbildauswertung bzgl. umliegender Flächen der Brutplätze geplant; aber auch das Erfassen überalteter Bäume, um so zukünftig ganz gezielt Neuanpflanzungen rechtzeitig initiieren zu können. Alle Ergebnisse des umfangreichen, kreisweiten Steinkauzschutz-Projektes sollen auch mit der Bio-Station des Kreises Wesel, der Eulen AG des NABU-Landesverbandes und der LANUV-Vogelschutzwarte NRW diskutiert werden. Den Steinkauzschützern ist es wichtig, dass diese Erkenntnisse dann auch von den Behörden in Planungsprozesse nachhaltig berücksichtigt werden. Stephanie Krüßmann ist gerne bereit, Fragen zum Steinkauz-Projekt (bitte nach 19 Uhr) zu beantworten: 02855-8291023   

 

Peter Malzbender

 

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