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Gottes Haus für Fledermaus

Ein neues Projekt der Biologischen Station Wesel und der Naturschutzstiftung Niederrhein!

„A bat in the belfry“ - das im wahrsten Sinne geflügelte Wort wird von den Engländern des öfteren zitiert. Wird im angelsächsischen Sprachraum einem Mitmenschen eine „Fledermaus im Glockenstuhl“ bescheinigt, soll ihm eigentlich gesagt werden: “Bei dir piept´s im Oberstübchen!“

Außer einer bildreichen Umschreibung für eine wenig schmeichelhafte Aussage liefert dieser Ausdruck auch die Erkenntnis, dass Fledermäuse und Glockenstühle offensichtlich irgendwie zusammen gehören.

 

Fledermäuse in Gebäuden

In der Tat gibt es zwischen Fledermäusen und Kirchendächern einen Bezug, der sicher schon deutlich älter ist, als der oben genannte Spruch. Denn als in frühen Zeiten die Siedlungstätigkeit des Menschen immer mehr zunahm, taten die Fledermäuse einen Schritt, der für ihr Überleben vielleicht von großer Bedeutung war: Sie folgten den Menschen in ihre Gebäude und suchten auf Dachböden und in Gemäuern die Quartiere, die sie durch das Verschwinden vieler natürlicher Lebensräume zunehmend verloren.

Die Fledermausarten, die regelmäßig oder sogar ausschließlich ihre Quartiere in/an Gebäuden beziehen, stehen heute wieder vor dem alten Problem: Quartierverlust! Durch die moderne Bauweise, die keine Ritzen und Spalten mehr lässt, aber auch durch Ausbau- und Renovierungsarbeiten werden potentielle Quartiere immer knapper. Dazu kommt, dass viele Menschen immer noch Vorurteile gegenüber Fledermäusen haben und diese nicht unter ihrem Dach dulden wollen.
 

Hilfe für „Kirchen(fleder)mäuse“

Um diesen Konflikt zu entschärfen und den gefährdeten Tieren zu helfen, wurde das Projekt „Gottes Haus für Fledermaus“ ins Leben gerufen. Dank der finanziellen Unterstützung der "Naturschutzstiftung Niederrhein" konnte die Biologische Station im Kreis Wesel im August 2005 eine Idee in die Tat umsetzen, die schon länger in den Köpfen von Regina Müller und Paul Schnitzler, die sich bei der Biostation um die Artengruppe Fledermäuse kümmern, spukte.

Da Kirchendächer fast immer ungenutzt sind, dabei ideale klimatische Bedingungen für ein Sommerquartier und oft auch zahlreiche Versteckmöglichkeiten bieten, befasst sich das Projekt mit der Öffnung und Herrichtung von Kirchendächern für Fledermäuse. Aus dem nicht wenig ehrgeizigen Plan, irgendwann einmal jede der über 170 Kirchen im Kreis Wesel einbezogen zu haben, ergibt sich der zweite Hauptpunkt des Projekts: Die Integration der jeweiligen Kirchengemeinde und hier insbesondere der Kinder- und Jugendgruppen, denn ohne deren Mitwirkung wird die Umsetzung kaum möglich sein.
 

Das Projekt

Bei vielen Kirchengemeinden befindet sich das Projekt inzwischen in der Durchführung. Nachdem mit den Pfarreien der Kontakt hergestellt war, erfolgte zunächst die Begehung des Daches und des Glockenturms, um die gegenwärtige Situation zu erfassen. Ist das Gebäude geeignet? Gibt es schon Einflugmöglichkeiten? Sind Hangplätze vorhanden? Sind bereits Fledermäuse da oder gibt es Spuren früherer Besiedlung? Welche Maßnahmen sind sinnvoll und möglich?

Nach jeder Begehung wird ein Ergebnisprotokoll erstellt, das durch individuell entwickelte Maßnahmenvorschläge für die jeweilige Kirche ergänzt wird. Bei den entscheidungstragenden Kirchengremien wird das Projekt genau vorgestellt, damit ohne offene Fragen und ungeklärte Vorbehalte zur Tat geschritten werden kann. Unter Anleitung der Biostation übernehmen dann die Gruppen das Herrichten der Quartiere, wie die Einrichtung von Einflügen oder das Bauen und Aufhängen von Fledermausbrettern. Die langfristige Betreuung, also die Kontrolle und Pflege der Quartiere, wird ebenfalls in deren Hände gelegt. So ist die Zukunft der Fledermausquartiere gesichert und gleichzeitig werden Kinder und Jugendliche an die Naturschutzarbeit heran geführt und übernehmen Verantwortung für die Wahrung der Schöpfung.

Für rund die Hälfte der inzwischen über 30 besichtigten Kirchendächer wurden bereits Gruppen zur Umsetzung der Maßnahmen gefunden. In acht Kirchen sind diese schon abgeschlossen.

Die Naturschutzstiftung Niederrhein hat sich dazu entschieden, auch in den kommenden Jahren das Projekt „Gottes Haus für Fledermaus“ zu unterstützen, so dass immer mehr Kirchen in das Projekt einbezogen werden können. Sie hat eine Broschüre zum Projekt heraus gebracht, die Interessierte bei den unten genannten Stellen erhalten kann.

Wer Näheres zum Projekt wissen möchte oder auch Kontakt zu interessierten Kirchengemeinden herstellen kann, wende sich an die
Biologische Station im Kreis Wesel

 

 Regina Müller     Paul Schnitzler
 02 81 / 9 62 52 23  02 81 / 9 62 52 15
 mueller@bskw.de  schnitzler@bskw.de


Haben Sie Fragen zur Naturschutzstiftung Niederrhein oder möchten Sie das Projekt unterstützen? Wenden Sie sich an die
Naturschutzstiftung Niederrhein

 

Franz-Wilhelm Ingenhorst Kenneth Jenkins
02 81 / 1 64 77 87

02 81 / 3 14 00

 ingenhorst@nabu-wesel.de   km.jenkins@t-online.de
 Ein Beitrag von Paul Schnitzler

 

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