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Der Steinkauz - Athene noctua

 

Ein Kurzportrait

Der Steinkauz ist mit einer Länge von 21 bis 23 cm und einer Spannweite von 54 bis 58 cm faktisch die kleinste Eulenart in Deutschland (nur der Sperlingskauz ist noch kleiner, kommt aber nur sehr selten, meist in höheren Lagen vor allem der Alpen vor). Er ist in ganz Europa mit Ausnahme der skandinavischen Länder sowie in Teilen Asiens und Nordafrikas verbreitet, vorwiegend aber in Mitteleuropa. Relativ stark vertreten ist er in den Niederlanden, in Belgien und in Deutschland, doch sein Bestand geht überall deutlich zurück.

 

Er ist ein typischer Brutvogel offener Kulturlandschaften mit Dauergrünlandbereichen und – verglichen mit anderen Eulen – relativ leicht zu beobachten, weil er nicht nur nacht-, sondern auch dämmerungsaktiv ist. Mitunter kann man selbst am späten Vormittag noch sehen, vor allem während der Brutzeit. Er fällt auf, weil er bevorzugt exponiert auf Sitzwarten, etwa einem Weidezaun, sitzt, um von hier aus nach Beute Ausschau zu halten. Er hat relativ lange Beine und einen recht kurzen Schwanz, ist auf der Oberseite braun mit weißlichen Sprenkeln, auf der Unterseite weißlich mit braunen Längsstricheln. Die Augen sind leuchtend gelb, der Schnabel blassgelb.

 

Seine Nahrung besteht bevorzugt aus Kleinsäugetieren, daneben, je nach Angebot, auch aus Insekten, Amphibien, Reptilien, Regenwürmern und Kleinvögeln. Er jagd vorwiegend optisch und mit einer je nach Situation angepassten Kombination aus Suchflug, Ansitz und geschickter Bodenjagd.

 

Es ist ein standorttreuer Vogel, der in monogamer Dauerehe lebt. Er sucht sich Baumhöhlen, weicht zur Not aber auch auf Mauerspalten und Gebäude aus. Künstliche Nisthöhlen nimmt er gerne an. Die Balzzeit ist begleitet durch laute Rufe, und kann je nach Witterungsverhältnissen bereits im Februar anfangen, während die Brut relativ spät ab April beginnt. Drei bis 5 Eier sind die Regel. Das Weibchen brütet allein. Nach etwa 4 Wochen schlüpfen die Jungvögel, und verbleiben dann noch rund drei Wochen in der Höhle; während dieser Zeit ist das Männchen hauptverantwortlich für die Nahrungsbeschaffung. Es weicht gerne auf eine zweite Höhle aus, in der es auch Vorräte anlegt. Weitere 4 bis 5 Wochen werden die Jungvögel noch mitversorgt, ehe sie sich allmählich ein eigenes Revier suchen. Im Herbst sind Steinkäuze schließlich noch einmal gut zu hören, weil sie durch lautes Rufen ihre Territorien abstecken.

 

Ein Beitrag von Rosemarie Schink, Friedel Hesse und Jürgen Schmitz im Naturspiegel 3/2009, Heft 57

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