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Wohin mit verletzten Greifen?

25 Jahre Greifvogelstation in Wesel

Am 20. April 1984 wurde die Greifvogelstation eröffnet. Seit dem wird sie von ihrem Mitbegründer Karl-Heinz Peschen betreut. Bis zum 30. März 2009 wurden 7231 Greifvögel in der Station gepflegt und anschließend ausgewildert.

Darunter waren auch von Polizei und Zoll konfiszierte Vögel, wie z.B. ein weißer Gerfalke, für den Liebhaber eine sechsstellige Summe gezahlt hätten, ein Sakerfalke, ein Lugerfalke, ein Habichtsadler, ein Zwergadler, ein Steinadler, ein Schneegeier und auch mehrere Wanderfalken.

Diese Vögel wurden mit Hilfe des WWF in ihre ursprüngliche Heimat zurückgebracht und dort in den entsprechenden Habitaten frei gelassen. Karl-Heinz Peschen berichtete, dass er einen verletzten Baumfalken, den er im Sommer bekam, durch einen befreundeten Piloten nach Luxor in Ägypten bringen lies, um ihn dort frei zu lassen.

Die Station erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 10 000 m² mit 17 Großvolieren. Somit könnten bis zu 120 Nacht- und Taggreife gleichzeitig untergebracht und gepflegt werden.

Neuerdings sind es nicht mehr nur der kleine koboldartige Steinkauz oder der Mäusebussard, sondern sogar unsere größte Eulenart in Mitteleuropa nämlich der Uhu, die  aus misslichen Situationen geborgen werden müssen. Dazu bedarf es oft ein wenig Mut, obwohl diese verletzten Vögel mit einer Decke behutsam und gefahrlos ergriffen werden können. Die so geretteten Vögel sollten dann mit der Decke in einen verschließbaren Pappkarton manövriert werden, um sie auf direktem Wege zur Greifvogelstation des NABU-Kreisverbandes Wesel in die Schillkaserne in Wesel zu bringen.

Es besteht die Möglichkeit zu jeder Tages- und eben auch Nachtzeit, verletzte Greifvögel am Haupteingang der Schillkaserne völlig unbürokratisch abzugeben.:

Greifvogelstation Wesel
Bocholter Str. 6
Schill-Kaserne
46487 Wesel

In den letzten Jahren berichtete das Fernsehen häufig über die Greifvogelstation und Karl-Heinz Peschen.

Karl-Heinz Peschen betont, dass die Greifvogelstation auch für die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche schon seid längerer Zeit genutzt wird und jederzeit dafür zur Verfügung steht.

Der Greifvogelexperte betont, dass die Greifvogelbestände beständig beobachtet werden müssen, um Erkenntnisse über die Entwicklung der einzelnen Greifvogelbestände sammeln zu können. Wichtig ist die Populationsstärken zu halten, denn das Wiederherstellen ist sehr aufwändig und schwierig.

Einen besonderen Dank gilt der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Wesel und hier besonders den MitarbeiterInnen Frau Teppenkamp, Frau Seidler und Herrn Langhoff, die die Station bisher sehr engagiert unterstützt haben.


Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel von Matthias Bussen und Arndt Kleinherbers im Naturspiegel 2/2009, Heft 74

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