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Die Stieleiche

 

Ein knorriger Baum

Die Stiel-Eiche (Quercus robur) ist ein sehr wuchskräftiger Baum, der in Europa weit verbreitet ist. Das Holz dieses Baumes zeichnet sich durch seine große Festigkeit und Elastizität aus, die von keiner anderen Holzart übertroffen wird. Die Stiel-Eiche wird 30-40 m, manche Bäume sogar bis zu 60 m hoch. Sie hat eine breite Krone und ihr Stammdurchmesser erreicht 2 m und mehr. Eichen werden 500 bis 800 Jahre alt, aber auch von bis zu 1.200 Jahren ist in Einzelfällen die Rede.

 

Die Rinde der Eiche ist silbergrau, glänzend und mit zunehmendem Alter längs- und tiefrissig graubraun. Ganz typisch für die Stiel-Eiche ist der oftmals knorrige Wuchs und die sehr unregelmäßige Verzweigung. Stiel-Eichen haben starke Pfahlwurzeln.

 

 

       

 

Verwendung

Da der Gerbsäureanteil in der Eichenholz-Rinde mit 8-20 % sehr hoch ist, wurden Stiel-Eichen früher vor allem für die Gerbstoffgewinnung verwendet. Gute Eichenstämme werden für Furniere, Treppenstufen und Parkett verwendet. Wegen seiner guten Haltbarkeit im Freien und auch unter Wasser wird Eichenholz auch für den Brückenbau, Eisenbahnschwellen, Schiffsbau oder als Fassholz verwendet.


Blätter

Die lederig, derben Blätter der Stiel-Eiche sind, anders als man es vom Namen her erwarten könnte, kurzgestielt (nur 2-7 mm). Sie sind verkehrt-eiförmig und zum Grunde keilig verschmälert. Mit 10-15 cm Länge und etwa halber Breite davon, sind Eichenblätter unregelmäßig gelappt. Am Blattgrund befinden sich beiderseits des Stieles herzförmige Lappen, auch Öhrchen genannt. Die Oberseite der Blätter sind tiefgrün glänzend, die Unterseite ist heller und auf den Adern behaart.

 

Blüten und Früchte

Die Geschlechtsreife („Mannbarkeit“) ist nach 15 bis 20 Jahren erreicht. Eichen sind einhäusig, d.h. der Baum trägt männliche und weibliche Blüten.

Die männlichen, grünen Blütenkätzchen hängen büschelig gehäuft am Grund von Jungtrieben und sind 2-4 cm lang. Die weiblichen Blüten sind knöpfchenförmig, rot und sitzen im Spitzenbereich der Jungtriebe, zu meist 2 bis 5 auf gemeinsamen langen Stielchen (Name!).
Namengebend sind die Stiele der Früchte, die Eicheln, die an langen Stielen zu 1-5 hängen.
Die Blüten der Eiche erscheinen zwischen April und Mai, vor Laubausbruch. Die Fruchtreife erfolgt zwischen September und Oktober. 

 

Aussaat und Vermehrung der Esche

Eichen sind dafür bekannt, dass sie alle 2 bis 7 Jahre sog. Samenjahre (Vollmasten) hervorbringen. Die Eicheln fallen zwar unmittelbar zu Boden, werden aber durch Tiere, z.B. Eichelhäher oder Eichhörnchen weit in der Umgebung verbreitet und im Boden vergraben. Dadurch keimen im weiten Umkreis eines fruchttragenden Baumes viele kleine Eichen.
Die Eicheln sind zu 60-70 % keimkräftig und bleiben nur ½ Jahr keimfähig. Sät man sie im Frühjahr, so keimen sie schon nach 4 bis 6 Wochen.

 

Dieser Beitrag (Text und Fotos) basiert auf einem Artikel von Frank Boßerhoff im Naturspiegel 1/2008, Heft 69

 

Weiterführende Literatur:

Amman, G., 2004: Bäume und Sträucher des Waldes. Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag. 232 Seiten - gebunden. 29,95 €.
Schütt, Weisgerber u.a. 2006: Enzyklopädie der Laubbäume. Landsberg: EcomedVerlag. 642 Seiten – gebunden.

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