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Zur Hochzeit gibt es ein Geschenk

Unter Spinnen ist diese „freundliche Geste“ eine Frage des Überlebens

Nicht nur beim Menschen ist es üblich, Geschenke zu überreichen, um im alltäglichen Leben Geschäftspartner, Freunde und potenzielle Partner freundlich zu stimmen. Auch im Tierreich findet sich diese Strategie wieder. Bei der Brautgeschenkspinne dient dieses Ritual aber eher dem profanen Überleben. Im späten Frühjahr nach der letzten Häutung ist die namensgebende Balz und Paarung zu beobachten. Das Männchen sucht eine Beute, welche sorgfältig umsponnen und dem Weibchen während des Balzrituals als Brautgeschenk angeboten wird. Akzeptiert das Weibchen das Präsent, beginnt es daran zu fressen, während das Männchen die Paarung vollzöge. Zweck dieser Handlung ist es, das Weibchen durch die Beute abzulenken. Damit wird die Gefahr für das Männchen, während und insbesondere nach dem Geschlechtsakt gefressen zu werden, erheblich geringer.

 

Nach der Eiablage verpackt das Weibchen die Eier in einen Kokon und trägt diesen etwa zwei Wochen lang mit sich herum. Sie hält ihn mit den Chelizeren (Beißwerkzeuge) fest und nimmt während dieser Phase keine Nahrung zu sich. Kurz vor dem Schlupf der Jungen spinnt sie ein etwa 10 cm großes, haubenförmiges Gespinst, in das sie den Kokon aufhängt. Nach dem Schlupf sitzen die Jungtiere in einer engen Traube zusammen, zerstreuen sich aber über das ganze Gewebe sobald Gefahr droht. Das Weibchen sitzt während dieser Phase auf dem Gespinst und scheint diesen zu bewachen. Nach der nächsten Häutung verlassen die Jungtiere dann das Gespinst und sind als neue Generation der Brautgeschenkspinne auf sich gestellt.

Im Frühjahr ist die Brautgeschenkspinne häufig beim Sonnenbaden auf sonnenzugewandten Blättern der Krautschicht zu beobachten. Dabei presst sie sich an große Blätter und zeigt eine typische Körperhaltung, d.h. die beiden vorderen Beinpaare und die beiden hinteren Beinpaare werden zusammengelegt, wodurch der Anschein eines Kreuzes entsteht. Die Brautgeschenkspinne gehört zur Familie der Raubspinnen (Pisauridae) und ist eine tagaktive Jägerin. Die Tiere werden zwischen 10-15 mm groß. Die Spinnen ähneln in ihrem Aussehen den Wolfsspinnen, ihr Hinterleib läuft aber nach hinten schmaler aus.

 

Vor allem in sonnigen Lebensräumen mit krautiger Vegetation ist die Brautgeschenkspinne häufig anzutreffen. Pisaura kommt sowohl in natürlichen Biotopen als auch im menschlichen Bereich vor. Sie ist wohl die am weitesten verbreitete Jagdspinne Mitteleuropas und meidet nur die höheren Gebirge.

 

Dieser Beitrag basiert auf Informationen von Martin Kreuels

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