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Baldachinspinne wechselt ihren Wohnort im Flug

Eine Spinne, die auch im Winter aktiv ist

Die Baldachinspinnen gehören mit über 260 Arten in Deutschland zur artenreichsten Spinnenfamilie. Gleichzeitig sind die meisten Arten dieser Familie sehr kleine Tiere von 1-3mm. Baldachinspinnen sind zur jeder Jahreszeit aktiv. Im Herbst fallen die kleinen Spinnen besonders durch ihr Netz, das Baldachinnetz, auf. Dieses ist an feuchten Herbstmorgen, wenn Tau auf den Fäden liegt, besonders auffällig. Eine zentrale Fläche, der Baldachin, wird von vielen einzelnen Fäden in der darüber liegenden Vegetation verankert. Die Spinne selbst sitzt Bauch oben unterhalb des Netzes und wartet auf Beute, die durch das darüber liegende Fadengewirr gebremst auf das eigentliche Fangnetz herunter stürzen. Dieser Typ eines Fangnetzes ist eine ausgesprochen dreidimensionale Konstruktion im Gegensatz zum klassischen Radnetz, das zweidimensional ist.

Aber auch im Winter ist die kleine Spinnenart im Gegensatz zu vielen Gliederfüßern (dazu zählen Insekten, Spinnen etc.) aktiv. Wenn Schnee die Landschaft bedeckt, leben viele Baldachinspinnen unter der Schneeschicht, da die Temperatur dort nicht unter null Grad sinkt. Der nutzbare Hohlraum entsteht dadurch, dass die Schneeflocken nicht alle bis auf die Bodenoberfläche fallen, sondern in der dichten Vegetation hängen bleiben. Die Temperatur ist hier um den Gefrierpunkt halbwegs konstant, während hingegen auf der Schneeoberfläche Wind und tiefe Temperaturen das Überleben der Spinnen unmöglich machen.

Im Sommer fällt die Baldachinspinne wahrscheinlich noch den meisten Menschen auf. Dann haben Fahrradfahrer und Spaziergänger schon mal kleine schwarze Spinnen auf der Kleidung. Diese werden angeweht durch eine Eigenschaft, die nur sehr kleinen Spinnen zuteil wird, dem Ballooning. Das Ballooning nutzen Spinnen, um große Strecken überwinden zu können. Sie produzieren dabei einen langen Faden. Die Spinne ist zuvor auf eine exponierte Stellen geklettert. Der Faden, samt Spinne, wird dann vom leichtesten Wind davongetragen. Am Ende dieses Fadens hängt die Spinne, die den Flug nicht beeinflussen kann. Irgendwo bleibt der mehrere Meter lang werdende Faden hängen und die Spinne kann nun einen neuen Lebensraum besiedeln.

Dieser Beitrag basiert auf Informationen von Martin Kreuels

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